So sieht die wilde Hilde nach einem
wirklich umfangreichen Makeover aus.
Aber der Weg dahin war sehr arbeitsintensiv.
So stand sie da.
Die Form hat uns von Anfang an gefallen.
Auch wussten wir wie sie später aussehen sollte.
Aber nicht wieviel Arbeit das werden würde.
Hier musste nicht nur neue Farbe drauf.
sondern es mussten auch viele neue Teile in
unserer Werkstatt angefertigt werden.
Aber starten wir von vorn.
Wir demontieren alles!
Griffe, Türen, Glasscheiben. Stangenscharniere,
sowie die Rückwände und den Einlageboden.
das erleichtert das späterer Arbeiten enorm.
Die alte Farbe war eine Ölfarbe.
erster Versuch: chemische Keule – Abbeizer
Ergebnis – kaum Abtrag
zweiter Versuch: Abzieheisen
Ergebnis – schon besser + Muskelkater
dritter Versuch: Schleifmaschine
Ergebnis – die hat dann die Reste geschafft
Die Hilde sollte auch neue Füße bekommen,
die besser zu ihrer Form passen. Denn gerade
diese kantige Form mit den abgerundeten Türen
wollten wir in Szene setzen.
Auch die äußere und innere Bodenplatte
musste angefertigt werden.
Dafür nutzen wir immer Altholz.
Alles auf Maß gesägt und verleimt.
Die Füße wurden verleimt und verschraubt
bevor die Platte unter den Schrank montiert wurde.
Die innere Bodenplatte wurde eingelegt
und mit Rahmenhölzern fixiert.
Die Unterseite der Schubladen wurden
mit einer alten Rückwand kaschiert.
Jetzt kommt Farbe ins Spiel.
Da wir alles demontiert haben ist
das Streichen jetzt viel einfacher
die Ecken werden mit einem feinen
Pinsel vorgestrichen und dann kann
mit der Rolle weitergearbeitet werden.
Gestrichen wurden nur die Füße, die Seiten
vom Korpus und die Schubladen sowie
Türen und die Inneren Seiten der Vitrine.
Der Rest bleibt in Holzoptik.
Die Rückwände und die Seiten des Unterteils
werden mit Tapete verkleidet.
Wichtig war, dass das Muster im unteren
Bereich umlaufend gleich ist.
Solche kleinen feinen Dinge machen
den Unterschied.
Der angefertigte Zwischenboden ist zweigeteilt.
Das kann sehr praktisch sein.
Die Leisten dafür waren auch nicht mehr
vorhanden und mussten angefertigt werden.
Auch die offene Unterseite der Schubladen-
aufhängung wurde mit einer alten
passenden Rückwand verdeckt.
Auch musste eine Kabelkanal für
die Beleuchtung installiert werden.
wichtig bei der Beleuchtung ist, dass sie
für den Einbau in Möbelstücken konzipiert ist.
Sonst kann billig mal ganz schnell sehr teuer werden.
Warum ? Die Netzteile erzeugen Wärme und die ohne
Möbelzulassung können zu Bränden führen.
Der alte Holzeinlegeboden
wurde durch einen aus Glas ersetzt.
Das Licht scheint von vorn nach hinten.
Dadurch ist die dimmbare Beleuchtung
sehr unaufdringlich.
Die Griffe wurden mit Lack und
einem Metallwachs antikisiert.
Da die Schlösser der Vitrine durch
Magnetschnäpper ersetzt wurden
benötigten wir zwei „neue“ Griffe.
In unserer Sammelkiste lagen noch Muschelgriffe
die nur farblich angepasst werden mussten.
Diese wurden dann an die Schubladen montiert
Alles wieder montieren.
Und ?
So –
das war´s
Ich hoffe euch gefällt das Ergebnis.













